Monatsarchiv für August 2009

Alle Wege führen zum Neoliberalismus?

Mittwoch, den 19. August 2009

Zur Zeiten der Krise des Kapitalismus erlebt man schon so einiges kurioses. Die Neoliberalen verstaatlichen die Banken – oder im Falle Bielefelds das Amerikahaus; sie legen Konjunkturprogramme auf und reden wieder von sozialer Marktwirtschaft. Eines muss man den neoliberalen Heilspredigern schon lassen, sie können unglaublich schnell ihre Religion wechseln, bzw. es so aussehen lassen, als hätten sie ihre Religion gewechselt.
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Nationale VollidiotInnen

Samstag, den 15. August 2009

logoSie fordern Tierschutz, setzen sich gegen Vergewaltigungen, besonders von Kindern ein, wollen, dass Mütter „Müttergeld“ bekommen, um sich ganz um die Kinder kümmern zu können, möchten sogar die Umwelt schützen und den menschenfeindlichen Kapitalismus einschränken.
So schön das auch alles klingt, so unschön sind die wahren Hintergründe, Gedanken und die Gruppen hinter diesen Forderungen.
Alles oben Aufgezählte lässt sich nämlich auf neofaschistischen Homepages nachlesen, meist von sogenannten „Autonomen Nationalisten“ oder „Freien Kameradschaften“.

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Für die freie Wahl der Lebensweise

Freitag, den 14. August 2009

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Gleiche Rechte für alle:
Eheprivilegien abschaffen!

Die Ehe sei eine besonders verlässliche und für Kinder förderliche Lebensform, machen uns die Religionsgemeinschaften glauben. Dies ist ein Irrglaube: Die Qualität von Beziehungen ist nicht aus der Lebensweise abzuleiten!

Mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz hat die damalige rot-grüne Bundesregierung das erste Sondergesetz für Homosexuelle seit der Abschaffung des Schwulenparagraphen 175 des Strafgesetzbuches geschaffen. Im Vorfeld der Verabschiedung im Jahr 2001 sprach der Protagonist der „Homo-Ehe“ Volker Beck gern vom „sittenbildenden Charakter“ dieser Regelung.

Diese Norm der wie auch immer gearteten Zweierkiste beschreibt keinesfalls die gesellschaftliche Realität: Es gibt immer mehr Familien mit „deinen“, „meinen“ und „unseren“ Kindern. Heute lebt man viel selbstverständlicher ohne Trauschein zusammen. Für uns ist nicht einzusehen, wieso die Vielfalt der Lebensformen bislang völlig ignoriert wurde. Allein die Ehe und die Lebenspartnerschaft – als Ihr homosexuelles Pendant – sind als zwischenmenschliche Bindung gesetzlich anerkannt.

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CSD in Bielefeld

Freitag, den 14. August 2009

Unter dem Motto „69 – mehr als eine Stellung – Lesben und Schwule kämpfen seit 40 Jahren gegen Entwürdigung“ fahren einige Wagen mit und viele Fußgruppen inklusive der Linksjugend Bielefeld laufen mit um zudem den 40. Jahrestagg des Christopher-Street-Days zu feiern.

Am Samstag, den 15.8.2009 ab 14 Uhr werden wir von der Altstädter Nicolaikirche durch die Innenstadt zum Siegfriedplatz mitziehen, um für die Rechte von Lesben und Schwulen zu demonstrieren. Am Siegfriedsplatz gibt es im Anschluss ein großes Straßenfest mit Bühnenprogramm und vielen Infoständen.

CSD Bielefeld

U. a. hatte das CSD-Team auch in diesem Jahr angestrebt, dass zum CSD in Bielefeld vor dem Rathaus die Regenbogenflagge als Zeichen für die Anerkennung von Lesben und Schwulen und deren Rechte gehisst wird.

Auch wenn sich dieses Jahr nach längerer Zeit mal wieder ein CDU-Politiker beim CSD auf die Bühne wagt, ist die Linksjugend Bielefeld dennoch empört darüber, dass sich die CDU-Stadtväter unter der Leitung von Bielefelds Oberbürgermeister Eberhard David sich dagegen stellen. In anderen Städten ist das Hissen der Regenbogenflagge inzwischen eine Selbstverständlichkeit, wodurch bleibt Bielefeld also auch 2009 eine der Ausnahmen bleibt.

Deswegen fordert die Linksjugend Bielefeld: stellt euch queer und nicht quer.