Monatsarchiv für Januar 2011

2011 – Blockieren bis der Naziaufmarsch Geschichte ist!

Freitag, den 14. Januar 2011

Nazifrei – Dresden stellt sich quer!


Wie auch im letzten Jahr, wird sich die Linksjugend Bielefeld wieder aktiv an den Protesten gegen den – inzwischen nur noch größten geplanten – Neonazi-Aufmarsch in Dresden am 19.02. beteiligen.

Wir rufen daher mit dem bundesweiten Bündnis „Dresden Nazifrei“ auf, den Naziaufmarsch erneut zu blockieren:
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Der Namensgeber des Jahnplatzes

Mittwoch, den 5. Januar 2011

Der Jahnplatz, die pulsierende Mitte Bielefelds.

Und irgendwo unten im Forum steht auch eine Büste, die an den Namensgeber erinnert: Friedrich Ludwig „Turnvater“ Jahn. Doch wer war der Namensgeber so vieler Straßen, Plätze und Turnhallen?
Turnvater Jahn war ein Kind seiner Zeit. Als Student erlebt die französische Besetzung Deutschlands und Napoleons. Vor allem die studentischen Kreise waren ein Hort des nationalen Widerstandes, der über gemäßigt demokratisch bis hin zu monarchistisch oder gar völkisch nationalistisch ging.
Turnvater Jahn war zwar auch Befürworter demokratischer Wahlen und einer Überwindung der Kleinstaaterei, jedoch vertrat er auch gewisse Positionen, die ihn doch eher im völkischen Spektrum verorten lassen. Eine gewisse Verachtung für die französischen Besatzer ist durchaus noch nachvollziehbar, gerade in Anbetracht, das Napoleon mit seinen Kriegen nicht die Werte der französischen Revolution von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit oder allgemeine Bürgerrechte exportiert hat. Diese wurden zwar in den neugeformten Staaten, wie dem Königreich Westfalen geschaffen, jedoch wurden wieder Monarchen an die Spitze gestellt und Frankreich verfolgte eine imperiale Europapolitik.
Folgende Aussagen sind für einem Kind dieser Zeit durchaus verständlich.

„Die Kleinstaaterei verhindert Deutschlands Größe auf dem Erdenrund. Wer seinen Kindern die französische Sprache lehren lässt, ist ein Irrender, wer darin beharrt, sündigt gegen den heiligen Geist. Wenn er aber seinen Töchtern französisch lehren lässt, ist das ebenso gut, als wenn er ihnen Hurerei lehren lässt.“

Kooperation mit den Besatzern und Übernahme ihrer Kultur kann man in damaliger Zeit durchaus als eine Art der Kapitulation oder Landesverrat auffassen, eine deutsche Nation – oder „deutsches Volksthum“, wie es Jahn nannte – kamen erst aufgrund des Widerstands gegen die napoleonischen Besatzer auf. Doch vollzieht Jahn folgend auf den eben gesehenen Satz einen Rundumschlag!

„Polen, Franzosen, Pfaffen, Junker und Juden sind Deutschlands Unglück.“

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