Monatsarchiv für Februar 2011

Perspektiven für Ägypten

Sonntag, den 20. Februar 2011

Aktuell wanken die Regime im Bahrain, Libyen, Jemen…

Vor zehn Tagen brodelte es nur in Ägypten und wir schrieben folgenden Artikel:
Der Focus titelte mit „Es begann mit einer Selbstverbrennung”, doch wo geht es hin? Aktuell demonstrieren Hunderttausende, vielleicht gar mehrere Millionen zwischen Tahrir-Platz und Präsidenten-Palast. Mubarak hat seine Aufgaben lediglich an Vizepräsident Suleiman übertragen. Beide sind Garanten für das System Mubarak – Vetternwirtschaft, Korruption, Perspektivlosigkeit, eklatanter Mangel an Grund- und Menschenrechten.
Die Erkenntnis für die Bundesregierung und die US-Regierung – ach ja man könnte ja mehr Demokratie zulassen – kommt ein wenig spät, zu spät, Jahrzehnte zu spät. In denen die Bundesrepublik und die USA als Partner und Friedensgaranten für die Region. Doch jetzt fürchten sich diese Regierungen und auch die von Benjamin Netanjahu vor einer Demokratiebewegung? Na dann Prost Mahlzeit!

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Ishara 6 Monate dicht! – Mehr schulfrei?

Dienstag, den 15. Februar 2011

Gerade mal 10 Jahre nach der Eröffnung ist das Schwimmbad vollständig renovierungsbedürftig. 3.5 Mio.€ soll es kosten und ganze 6 Monate geschlossen werden. Ein herber Schlag für den Schul- und Vereinssport? Unsinn, trotz der Schließungsorgie der Stadtteilbäder gibt’s schließlich genug Ausweichmöglichkeiten. Das Sportamt überlegt daher die Schüler aus Mitte, Schildesche und Jöllenbeck, für den Schwimmunterricht in die verbliebenen Bäder in Heepen und Brackwede zu schicken. Eine wahrlich sportliche Lösung! Dann ist es schließlich auch nicht mehr so schlimm, wenn keine Zeit mehr zum schwimmen bleibt. Und der besonders tolle Nebeneffekt ist, dass man nun sogar eine höchstoffizielle Ausrede hat, wenn man zur anschließenden Unterrichtsstunde zu spät kommt oder sie ganz verpasst. „Herr Lehrer, tut mir Leid, dass ich die Mathe-Doppelstunde verpasst habe, aber wir hatten ja Sport im Schwimmbad Brackwede“

Ein wahrlich geniale Lösung. Das Ishara freut sich, dass es mit der Demontage der Rocketrutsche nun 3 Sicherheitskräfte einsparen kann. Die Lehrer freuen sich über etwas mehr Freizeit. Und die Schüler über eine Stadtrundfahrt während der Schulzeit.
Danke liebes Sportamt!

Die Zukunft der Sozialpolitik in Deutschland

Donnerstag, den 3. Februar 2011

Im Zuge meines Studiums habe ich unter anderem in diesem Semester eine Vorlesung zur Sozialpolitik in Deutschland besucht, einige meiner Eindrücke aus dieser Veranstaltung fand ich besonders interessant.

Im Zuge der Riester-Reformen und Hartz-Gesetzgebungen fand in der Armutsbekämpfung ein Paradigmenwechsel statt.
Heute gilt „Aktivierung vor Sicherung“ und „Eigenverantwortung vor Vorsorge“ bei der Betreuung und Versorgung von Arbeitslosen und RentnerInnen. Die „private Vorsorge“ (=Eigenverantwortung) soll heute vor Altersarmut sichern, jedoch geht die sogenannte Riester-Rente von einem unrealistischen Idealbild aus. Demnach müsste man seit ganzes Leben lang arbeiten, sobald man die Regelschulzeit hinter sich hat – ohne Abitur, ohne Studium, arbeiten bis 67. Und selbst dann müsste man einen Stundenlohn von über 8 Euro haben und eine 40-Stunden-Woche. (mehr …)