Monatsarchiv für Mai 2011

„Die FDP scheitert bei allen Wahlen schön konsequent an den Fünf Prozent-Hürden. Wann in etwa gehen die endgültig den Bach runter?“ „FD . . . Wer?“

Montag, den 30. Mai 2011

Katharina Dahme, 24, ist Mitglied im Bundessprecherrat der Linksjugend solid, was in etwa dem Job der Vorsitzenden entspricht

jetzt.de: Die SPD will ihren Kanzlerkandidaten vom Volk wählen lassen. Kann sie sich mit solchen populistischen Aktionen noch vor der Bedeutungslosigkeit retten?
Katharina: Wozu braucht die SPD überhaupt noch Kanzlerkandidaten? Selbst wenn sie bei den nächsten Wahlen mal wieder mehr als 20 Prozent bekommen sollte, entscheidet unter rot-grünen Regierungen doch eh kein Kanzler, wo es hingeht. Schon unter Schröder haben die großen Banken und Wirtschaftsunternehmen den Kurs vorgegeben – nicht der Bundeskanzler.

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Kritik an die Uni

Sonntag, den 15. Mai 2011

Kritische Wissenschaften werden seit Jahren systematisch an den Rand des akademischen Betriebes gedrängt. Statt dessen dominiert an den Unis ein konformistischer Zugang zur Wissenschaft, der auf eine Zementierung der bestehenden Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse abzielt, statt auf ihre Überwindung zu orientieren.


http://www.linke-sds.org/fileadmin/linke.sds/Publikationen/Kriwi-Broschuere_2_.pdf

Klassenlage, Nebenklassen und Klassenfraktionen

Dienstag, den 10. Mai 2011

Klassenlage, Nebenklassen und Klassenfraktionen

Oder: Ist in der marxistischen Klassen-Theorie ein differenziertes Gesellschaftsbild jenseits einer Zweiklassengesellschaft möglich?

Unsere Gesellschaft ist stark individualisiert, vereinfachende Sozialstrukturanalysen werden entweder als Populismus abgetan oder als überholt betrachtet. Doch viele Sozialwissenschaftler wollen den wissenschaftlichen Wert vermeintlich historischer Analysen und Gesellschaftsmodelle nicht verneinen. Dies gilt auch für die Klassentheorie nach Marx, nach der – soweit zumindest die gängige Meinung – sich die ganze Gesellschaft „mehr und mehr in zwei große feindliche Lager, in zwei große, einander direkt gegenüberstehende Klassen“ (Marx 2003 :10-11) spaltet. Populärer hingegen sind immer noch Gesellschaftsmodelle, die eine dreigeteilte Gesellschaft favorisieren: so wird von Unter-, Mittel und Oberschicht gesprochen. Diese Dreiteilung wird favorisiert, da eine Zweiteilung der Gesellschaft eine Polarisierung bzw. einen Antagonismus zwangsläufig mit sich bringt. In der Milieu-Theorie wird von einer weit größeren Zahl an sozialen Großgruppen ausgegangen. Doch ist vielleicht sogar in der marxistischen Klassentheorie eine differenzierte Gesellschaft jenseits einer Zweiklassengesellschaft möglich?
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Solidaritätserklärung: Antifaschismus ist notwendig – nicht kriminell!

Montag, den 9. Mai 2011

Solidaritätserklärung:

Antifaschismus ist notwendig – nicht kriminell!

Am 27.11.2010 versuchte die Neonazikameradschaft „Nationale Sozialisten Amberg“ – unterstützt von rechten Kameradschaften aus ganz Bayern- in Sulzbach-Rosenberg aufzumarschieren. Trotz nur kurzer Mobilisierungszeit versammelten sich mehr als 350 Nazigegner, darunter zahlreiche Stadt- und Kreisräte, um zu zeigen, dass sie braune Propaganda in ihrer Stadt nicht zulassen.

Dank dem entschlossenen und engagierten Protest junger AntifaschistInnen im Bündnis mit couragierten Erwachsenen ist es gelungen, den Neonazis den Weg zu versperren.Trotz mehrfacher Versuche der Polizei, den Neonazis ihre Demonstration zu ermöglichen, blieben die Nazigegner standhaft und konnten so den Aufmarsch verhindern. Irgendwann war es der Polizei anscheinend nicht mehr möglich, die rechten Gewalttäter unter Kontrolle zu behalten und so gelang es den Neonazis, die Polizeikräfte zu überlaufen und Sulzbach-Rosenberg und seine Einwohner zu terrorisieren.

Nun mussten wir leider feststellen, dass die Amberger Staatsanwaltschaft anscheinend nicht gegen die rechten Gewalttäter vorgeht, sondern nach mehr als 4 Monaten jetzt junge AntifaschistInnen mit Strafbefehlen und Hausdurchsuchungen überzieht – aus unserer Sicht ein klarer Einschüchterungsversuch. Es ist nicht das erste Mal, dass wir den Eindruck haben, die Amberger Polizei und die Staatsanwaltschaft würden (nur) antifaschistischen Protest kriminalisieren.

So wurde sowohl 2008 als auch 2010 gegen die Versammlungsleitung von gewerkschaftlichen, antifaschistischen Demonstrationen ermittelt. Die Verfahren mussten nach engagierter rechtlicher Vertretung seitens ver.di eingestellt werden.

Wir erklären ausdrücklich unsere Solidarität mit allen Antifaschistinnen und Antifaschisten, die auf Grund ihres Engagements gegen Rechts nun Ermittlungsverfahren ausgesetzt sind und rufen alle Menschen – egal ob jung oder alt – auf, ihre Unterstützung zu zeigen

Nur gemeinsam sind wir stark!!!