Die Europäische Union als Friedensnobelpreisträger: Ein guter Witz!

Die EU war 2012 Friedensnobelpreisträger. Bei der betriebenen Asylpolitik erscheint dies jedoch mehr als zynisch.

Die Geschehnisse um Lampedusa schlagen hohe Wellen – in den Medien wie auch wortwörtlich. Immer wieder versuchen verfolgte und arme Menschen in überfüllten Booten über das Meer nach Europa zu kommen, wo sie auf ein besseres Leben hoffen. Für diese „Chance“ geben viele ihr letztes Hemd. Leider endet die Überfahrt oft tödlich – die 200 Toten, von denen die Medien berichten, sind trauriger Alltag. Nicht nur weil häufig Boote kentern. Vor allem Kinder, Frauen und Ältere sind den Strapazen der Fahrt nicht gewachsen. Doch auch den Überlebenden ergeht es schlecht. An der vermeintlich rettenden europäischen Küste zwingt man sie zum Umkehren oder reicht sie wie Problemkinder weiter und weiter.

In Deutschland wurde 1993 das Asylrecht faktisch abgeschafft. Auch die EU tut nichts – weder gegen das Elend, vor dem geflohen wird, noch dafür, den wenigen „Glücklichen“ eine Perspektive zu bieten. Wir fordern als Linksjugend, dass alle Abschiebungen gestoppt werden, und dass sich die deutsche Politik auf allen Ebenen für die Rechte der Flüchtlinge einsetzt. Deutschland und Europa sind weder so arm noch so klein, dass sie Menschlichkeit kleinschreiben müssten. Es muss Flüchtlingen möglich sein, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Nicht in Massenunterkünften, sondern als Teil der Gesellschaft. Dazu gehört auch ein Ende des bestehenden Arbeitsverbotes. Wir setzen uns mit Nachdruck für diese Ziele ein.

Wir laden zusammen mit DIE LINKE Bielefeld und dem SDS.Bielefeld ein:
Prof. Dr. Arian Schiffer-Nasserie, FH Bochum
»Warum sterben Flüchtlinge vor Lampedusa?«
Vortrag und Diskussion über Fluchtursachen, Flüchtlingspolitik und die öffentliche Besprechung
Mo., 9.12.2013, 19 Uhr, IBZ, Teutoburger Str. 106

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