Archiv der Kategorie ‘Bildungsstreik‘

Gründung dielinke.SDS in Bielefeld

Donnerstag, den 24. Mai 2012

Am 13.6. um 19 Uhr wird sich der Bielefelder dielinke.SDS als parteinahe Hochschulegruppe für die Bielefelder Studierenden gründen.

Es ist wichtig, dass sich die Menschen dort organisieren, wo sie arbeiten oder leben und somit wirken können!
Leider gab es viel zu lange keine Hochschulgruppe, die den Druck von links auf die Hochschulgruppen der bürgerlichen Parteien erhöht, und ihren Kampf an den Hochschulen mit denen auf der Straße und in den Parlamenten verbindet, um eine gesamtgesellschaftliche Veränderung anzustreben: eine Bildung, die den Menschen dient und nicht der Wirtschaft.
Bildung ist ein Menschenrecht und gibt den Menschen den Schlüssel in die Hand, sich aus seinen Ketten zu befreien.

Alle Studierende mit und ohne Parteimitgliedschaft, Menschen die einer linken Idee nahestehen, Linksjugendmitglieder und Gäste sind herzlichst eingeladen – wir treffen uns im Parteibüro DIE LINKE, August-Bebel-Straße 126.

Hier zur Homepage des Bundes.SDS

Wäre die Bildung eine Bank hättet ihr sie längst gerettet!!!

Freitag, den 18. Juni 2010

Trotz des erfolgreichen Bildungsstreiks 2009 hat sich an den Ungerechtigkeiten und Mängeln im Bildungssystem immer noch nicht viel geändert. Deshalb sind am 9.6.2010 erneut Schüler_innen, Studierende, etc. in Bielefeld für bessere Bildung auf die Straße gegangen. Die 2500 Demonstrierenden liefen in einem Sternmarsch vom Johnannesstift, Ceciliengynasium, von der Uni und von Bethel aus zum Jahplatz, wo eine Abschlusskundgebung stattfand.
Die Demonstrant_innen waren eine bunte Masse aus vielen Schüler_innen und einigen Studierenden, darunter auch Mitglieder politischer Jugendorganisationen, z.B. der Grünen Jugend, der SDAJ und -selbstverständlich- der Linksjugend. Auf Stickern, Transparenten, Flyern, T-Shirts und in Zeitungen wurden die Bildungsstreikforderungen deutlich gemacht. Vor allem waren den Lernenden die Abschaffung der Studiengebühren, des Bachelor-Master Systems und der Kopfnoten, sowie die Rücknahme des unzumutbaren Turbo-Abiturs wichtig. Stattdessen wurden kostenlose Bildung „von der Kita bis ans Lebensende“, die Gemeinschaftsschule, kleine Klassen sowie genügend Studien- und Ausbildungsplätze gefordert, um gute, für jede_n zugängliche Bildung zu ermöglichen.
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Bildung für alle, sonst gibt’s Streik!

Donnerstag, den 15. April 2010

Kurz vor der Landtagswahl weben die Parteien damit, sich mehr Mühe bei der Bildung zu geben. Dabei ist die Bilanz sowohl von CDU/FDP verheerend. Die noch schwarz-gelbe Landesregierung betreibt eine Politik gegen die Schülerinnen und Schüler. Sie sprechen sich gegen eine Schule für Alle aus und meint nach der vierten Klasse entscheiden zu können, wer gut genug für das Gymnasium und damit das Abi ist. Sie haben den Leistungsdruck, etwa durch die Einführung von zentralen Prüfungen, Kopfnoten und das Turbo-Abi nach 12 Jahren, deutlich erhöht. Aber auch Studierende müssen unter schwarz-gelb leiden. Durch die Einführung von Studiengebühren können immer mehr junge Menschen nicht studieren. StudentInnen können dank Hochschulfreiheitsgesetz kaum mehr über ihre Uni mitbestimmen und das Bachelor/Master-System hat viele Studiengänge unstudierbar lassen werden.
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Audimax der Uni Paderborn besetzt

Dienstag, den 17. November 2009

Unibrennt150Pünktlich zum Bundesweiten Bildungsstreik ist das Audimax der Uni Paderborn seit dem 16. November 2009 um 23:00 nun offiziell besetzt!

Die Anwesenden sind guter Stimmung und hoffen durch den friedlichen Protest mehr bewegen zu können, als durch die bisherigen Diskussionen mit der Hochschulleitung erreicht werden konnte.

Sie stehen ein für freie Bildung, gegen überfüllte Hörsäle und Seminarräume, gegen Studiengebühren und erklären sich solidarisch mit den Besetzer/innen der zahlreichen Universitäten in ganz Europa.

Weitere Berichte und Fotos werden folgen.

Für Solidarität und freie Bildung!

Homepage der Besetzer/innen

Mail: paderbornbrennt@gmx.de

Solierklärung der Landesgruppe der LINKEN

Freitag, den 13. November 2009

Heute haben wir, leider etwas verspätet, eine Mail bekommen, in der sich die Landesgruppe NRW der Partei DIE LINKE mit den Besetzer/innen des Audimax’ der Uni Bielefeld solidarisiert.

Download der Solierklärung

Uni Bielefeld geräumt

Freitag, den 13. November 2009

Unibrennt150Nach weniger als 52 Stunden Besetzung wurde das Audimax der Uni Bielefeld heute in den frühen Morgenstunden von der Polizei geräumt. Glücklicherweise gab es aber weder Festnahmen noch erkennungsdienstliche Behandlungen, da die Besetzer/innen frühzeitig gewarnt waren und somit das Audimax noch vor dem Eintreffen der rund 50 Hundertschaftler/innen verlassen konnten.

Ermöglicht wurde die sehr frühe Räumung einerseits durch die zuletzt sehr geringe Anzahl an Besetzer/innen im Audimax, andererseits durch die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Fakultät für Rechtswissenschaften, die heute im Audimax statt finden werden und die die Hochschulleitung natürlich nicht gestört sehen möchte.

Die frühe Räumung, die jedoch von der Seiten des Rektorats bestritten wird, zeigt aber auch, dass die Unileitung weder auf die gestellten Forderungen eingehen möchte, noch gewillt ist, einen sinnvollen Dialog mit den Studierenden der größten Bielefelder Hochschule einzugehen. Dies ist ein Armutszeugnis und unterstreicht wieder einmal, wie sehr sich die Uni von den Lernenden entfernt und reinen Wirtschaftsinteressen zuwendet.

Nachtrag:

Der AStA der Uni Bielefeld hat inzwischen eine Pressemitteilung zu der Räumung veröffentlicht, in der er das Vorgehen der Hochschulleitung als “überzogen” bezeichnet und stark kritisiert wird.

Uni brennt! Audimax der Uni Bielefeld besetzt

Mittwoch, den 11. November 2009

Unibrennt150Nachdem das Audimax der Uni Wien bereits am 22. Oktober mit Forderungen nach freier Bildung, selbstbestimmtem Lernen, mehr Studienplätzen und einer Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung der Universitäten, besetzt wurde, zogen die Studierenden von derzeit über 20 Universitäten in Deutschland nach.

Während die Besetzung des Audimax’ der Uni Münster bereits unter Druck der Polizei aufgelöst wurde, haben sich die Studierenden der Uni Bielefeld heute Mittag in die Proteste eingereiht und das Audimax unter ihre Kontrolle gebracht, wurden von der Unileitung aber eher ungastlich begrüßt: Strom, Heizung und W-LAN sind bereits abgestellt worden.

Eine Solidaritätserklärung der BG Bielefeld mit den Besetzer/innen wird folgen.

Weiter Informationen zu den laufenden Besetzungen und dem Bildungsstreik finden sich auf der Seite des Bundesweiten Bildungsstreiks, sowie dem Blog unsereunis, das sich vorwiegend mit der Verbreitung von Informationen zu den laufenden Besetzungen beschäftigt.

Bildungsstreik – Wir machen weiter!

Mittwoch, den 4. November 2009

Die Forderungen des Bildungsstreiks wurden immer noch nicht erfüllt – von freier Bildung und Solidarität sind wirnach wie vor meilenweit entfernt.

Deshalb unterstützt die Linksjugend Bielefeld weiterhin das Bildungsstreikbündnis Bielefeld.

Wir werden auch bei der Demo am 17. November um 15 Uhr am Rathausplatz dabei sein. Kommt mit und wehrt euch gegen das Bildungssystem!

Polizei blockiert Banken

Freitag, den 19. Juni 2009

CommerzbankIn Bielefeld muss man nicht mal selbst
eine Bank blockieren, sondern nur eine Kundgebung zum Thema „Bildung
statt Banken“ anmelden. Der Freund und Helfer in grün übernimmt
gern selbst das Lahmlegen des Bankenbetriebs. Sehr freundlich und
zuvorkommend. Denn so viele Banken hätten die 50
KundgebungsteilnhemerInnen alleine gar nicht geschafft. Ein
herzliches Dankeschön für die unerwartete Soli-Aktion.

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Demonstration des Bildungsstreiks in Bielefeld – Ein Resümee

Mittwoch, den 17. Juni 2009

bildungsstreik_monsterHeute fanden in über 70 Städten Deutschlands die Demonstrationen zum Bildungsstreik statt, an denen insgesamt rund 265.000 Personen, vornehmlich SchülerInnen, Auszubildene und Studierende, aber auch Lehrkräfte und Eltern, die sich für eine bessere Bildung ihrer Schützlinge einsetzen wollten, teilnahmen.
Auch in Bielefeld fand eine dieser Demonstrationen, organisiert und durchgeführt von einem breiten Bündnis, das neben der Linksjugend-Bielefeld auch andere Parteijugenden, ASten und SVen, statt, wobei es vier Routen gab, die in Form eines Sternmarsches zum Jahnplatz und dann zu einer zentralen Kundgebung auf dem Rathausvorplatz führten. Von den Behörden wurden mehr als 2500 TeilnehmerInnen erwartet, tatsächlich waren wohl etwa 4500 Personen auf der Demo dabei.

DSC01262Die Linksjugend-Bielefeld nahm dabei an der Demo-Route teil, die vom Helmholtz-Gymnasium aus zum Jahnplatz führte und wir waren schon von Anfang an überrascht über die hohe Teilnehmerzahl. Der Zug war bunt gestreut und bestand fast ausschließlich aus SchülerInnen des Helmholtz- und Ceci-Gymnasiums. Auf Grund der kurzen Strecke war unser Zug auch der erste, der am Jahnplatz ankam, wo er sich dann ziemlich schnell mit einem weiteren Demozug traf und Richtung Rathausvorplatz bewegte. Dort fand dann die Kundgebung statt, die Redebeiträge von OrganisatorInnen des Bildungsstreiks und anderen Personen mit starkem Bezug zum derzeitigen Bildungssystem.

Etwas abseits der Kundgebung wurden währenddessen die Stadtbahnhaltestelle Rathaus und der Jahnplatz besetzt, wobei die Stadtbahnhaltestelle recht schnell von etwa zwei Dutzend Hundertschaftlern unter Knüppel- und Pfeffersprayeinsatz geräumt wurde. Es wird behauptet, dass bei der Räumung einer 12-jährigen Schülerin der Arm gebrochen wurde.asd
Die Blockade des Jahnplatzes konnte dagegen bis ca. 16:00 gehalten werden, bis die Polizei mit 30 Mannschaftswagen anrückte, den Jahnplatz einkesselte und in kurzen Abständen die Aufforderung zur Räumung aussprach. Bis zu dem Zeitpunkt hatte sich die Blockade leider so weit aufgelöst, dass ein weiteres Verweilen dort wenig Sinn ergab und somit ein großer Teil der verbliebenden DemonstrantInnen der Aufforderung nachkam. Die übrig gebliebenen BlockiererInnen wurden dann richtung Bahnhofstraße gedrängt, wobei es noch mindestens eine Festnahme gab.

DSC01300Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Demonstration ein voller Erfolg war. Es war uns zum Einen möglich, eine wirklich breite Masse vor allem unter den SchülerInnen, zu mobilisieren, zum Anderen konnte den Forderungen des Streikenden sowie unserem Unmut über die derzeitigen Zustände im Bildungssystem durch die lange Blockade des Jahnplatzes zusätzlicher Nachdruck verpasst werden. Auch ist es bemerkenswert, wie lange die Polizei gebraucht hat um das Personal aufzubringen, um gegen die Blockade vorzugehen, was zeigt, dass die Behörden und Machthaber die derzeitigen Zustände in unserer Gesellschaft komplett verkennen oder ignorieren. Es ist nur zu hoffen, dass die Demonstration vor allem den jüngeren SchülerInnen die Möglichkeit bot, sich gedanklich mit ihrer eigenen Situation auseinander zu setzen und auch den herrschenden PolitikerInnen gezeigt hat, dass es fünf vor Zwölf ist!