Archiv der Kategorie ‘Kommunales‘

Hände weg vom Bunker!

Montag, den 25. Februar 2013

Ya Basta – Es reicht!
Mit dem Bunker Ulmenwall soll eine weitere Stätte für Literatur-, Kabarett-, und Musikbegeisterte junge Menschen geschlossen werden.
Die radikalen Kürzungen im Jugend- und Sozialbereich nehmen der Bielefelder Kultur die Luft zum Atmen.
Seit 1956 kamen insbesondere Jazzmusiker aus aller Welt, um im Bunker aufzutreten.
Damit zählt der Bielefelder Bunker zu den ältesten Veranstaltungsorten seines Genres in Deutschland.
Diese kulturelle Hochburg nun fallen zu lassen, weil mal wieder an den falschen Stellen gespart wird, ist unverantwortlich.
Die Linksjugend Bielefeld steht an der Seite des Bunkers, welcher für uns auch stellvertretend für alle Bielefelder Einrichtungen steht, die von den Sparmaßnahmen betroffen sind.

Also gilt: Hände weg vom Bunker!

Schluss mit Kürzen! Rettet den sozialen Charakter unserer Stadt!

Montag, den 18. Februar 2013

Unter dem Motto: ‘Bielefeld bleib(t) sozial! Wo bleibt unser RETTUNGSSCHIRM?’
fand am Aschermittwoch am Rathaus um “5 vor 12″ und zu anderen Zeiten und an anderen Orten Bielefeld Protest gegen die Kürzungen im sozialen Bereich statt, an diesem Tag waren alle betroffenen Kinder- und Jugendeinrichtungen geschlossen.
“Zum Ende des Jahres soll es massive finanzielle Einschnitte in der offenen Kinder und Jugendarbeit geben. Die Folgen wären, dass es keine oder nur noch wenige Angebote für Kinder und Jugendliche in den Stadtteilen gibt und Personal entlassen werden muss.”, heißt es in dem Aufruf.
Einen Bericht von der Aktion findet ihr hier:
Bericht auf der Bielefelder Jugendkulturseite kompott.org

Wer solidarisch zu den Einrichtungen sein will, kann beispielsweise eine Petition zur Rettung des ‘Bunker Ulmenwall’ unterzeichnen. Mit wenigen Klicks ist hier eine effektive Willensbekundung geäußert:
Zur Petition
Um aber nicht eine Einrichtung gegen eine andere auszuspielen, muss aber die Kürzungslogik gebrochen werden!

Protest vor dem Rathaus

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Bundeswehr RAUS aus BIELEFELDER SCHULEN!

Samstag, den 9. Juli 2011

In Bielefeld marschierten in den letzten Monaten die Jugendoffiziere in den Schulen auf. Unbemerkt von der Öffentlichkeit führten sie ungestört ihre Veranstaltungen in der Abend- und Bosserealschule durch. Im Oktober planen sie voraussichtlich sogar an das Carl-Severing- Berufskolleg und das Brackwedergymnasium zu gehen. Erschreckende Aussichten für Bielefeld.

Mit der Abschaffung der Wehrpflicht hat der Druck auf die Bundeswehr zugenommen. Bisher haben sich gerade mal 3400 Jugendliche für den Freiwilligendienst gemeldet. Die Bundeswehr braucht und plant aber mit 15 000 (!) [NW 04. Juli 2011]. Deshalb gehen sie dort hin wo die potenziellen Rekruten sind: an die Schulen.

Sie werben mit Ausbildungsangeboten und „Karriere mit Zukunft“. Wie die Zukunft aussieht, haben zwei unserer Bielefelder Jugendlichen am eigenen Leib erfahren müssen. Sie wurden im Krieg in Afghanistan getötet und genieße ihre Karriere nun einige Meter unter der Erde.

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Ishara 6 Monate dicht! – Mehr schulfrei?

Dienstag, den 15. Februar 2011

Gerade mal 10 Jahre nach der Eröffnung ist das Schwimmbad vollständig renovierungsbedürftig. 3.5 Mio.€ soll es kosten und ganze 6 Monate geschlossen werden. Ein herber Schlag für den Schul- und Vereinssport? Unsinn, trotz der Schließungsorgie der Stadtteilbäder gibt’s schließlich genug Ausweichmöglichkeiten. Das Sportamt überlegt daher die Schüler aus Mitte, Schildesche und Jöllenbeck, für den Schwimmunterricht in die verbliebenen Bäder in Heepen und Brackwede zu schicken. Eine wahrlich sportliche Lösung! Dann ist es schließlich auch nicht mehr so schlimm, wenn keine Zeit mehr zum schwimmen bleibt. Und der besonders tolle Nebeneffekt ist, dass man nun sogar eine höchstoffizielle Ausrede hat, wenn man zur anschließenden Unterrichtsstunde zu spät kommt oder sie ganz verpasst. „Herr Lehrer, tut mir Leid, dass ich die Mathe-Doppelstunde verpasst habe, aber wir hatten ja Sport im Schwimmbad Brackwede“

Ein wahrlich geniale Lösung. Das Ishara freut sich, dass es mit der Demontage der Rocketrutsche nun 3 Sicherheitskräfte einsparen kann. Die Lehrer freuen sich über etwas mehr Freizeit. Und die Schüler über eine Stadtrundfahrt während der Schulzeit.
Danke liebes Sportamt!

Der Namensgeber des Jahnplatzes

Mittwoch, den 5. Januar 2011

Der Jahnplatz, die pulsierende Mitte Bielefelds.

Und irgendwo unten im Forum steht auch eine Büste, die an den Namensgeber erinnert: Friedrich Ludwig „Turnvater“ Jahn. Doch wer war der Namensgeber so vieler Straßen, Plätze und Turnhallen?
Turnvater Jahn war ein Kind seiner Zeit. Als Student erlebt die französische Besetzung Deutschlands und Napoleons. Vor allem die studentischen Kreise waren ein Hort des nationalen Widerstandes, der über gemäßigt demokratisch bis hin zu monarchistisch oder gar völkisch nationalistisch ging.
Turnvater Jahn war zwar auch Befürworter demokratischer Wahlen und einer Überwindung der Kleinstaaterei, jedoch vertrat er auch gewisse Positionen, die ihn doch eher im völkischen Spektrum verorten lassen. Eine gewisse Verachtung für die französischen Besatzer ist durchaus noch nachvollziehbar, gerade in Anbetracht, das Napoleon mit seinen Kriegen nicht die Werte der französischen Revolution von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit oder allgemeine Bürgerrechte exportiert hat. Diese wurden zwar in den neugeformten Staaten, wie dem Königreich Westfalen geschaffen, jedoch wurden wieder Monarchen an die Spitze gestellt und Frankreich verfolgte eine imperiale Europapolitik.
Folgende Aussagen sind für einem Kind dieser Zeit durchaus verständlich.

„Die Kleinstaaterei verhindert Deutschlands Größe auf dem Erdenrund. Wer seinen Kindern die französische Sprache lehren lässt, ist ein Irrender, wer darin beharrt, sündigt gegen den heiligen Geist. Wenn er aber seinen Töchtern französisch lehren lässt, ist das ebenso gut, als wenn er ihnen Hurerei lehren lässt.“

Kooperation mit den Besatzern und Übernahme ihrer Kultur kann man in damaliger Zeit durchaus als eine Art der Kapitulation oder Landesverrat auffassen, eine deutsche Nation – oder „deutsches Volksthum“, wie es Jahn nannte – kamen erst aufgrund des Widerstands gegen die napoleonischen Besatzer auf. Doch vollzieht Jahn folgend auf den eben gesehenen Satz einen Rundumschlag!

„Polen, Franzosen, Pfaffen, Junker und Juden sind Deutschlands Unglück.“

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Wäre die Bildung eine Bank hättet ihr sie längst gerettet!!!

Freitag, den 18. Juni 2010

Trotz des erfolgreichen Bildungsstreiks 2009 hat sich an den Ungerechtigkeiten und Mängeln im Bildungssystem immer noch nicht viel geändert. Deshalb sind am 9.6.2010 erneut Schüler_innen, Studierende, etc. in Bielefeld für bessere Bildung auf die Straße gegangen. Die 2500 Demonstrierenden liefen in einem Sternmarsch vom Johnannesstift, Ceciliengynasium, von der Uni und von Bethel aus zum Jahplatz, wo eine Abschlusskundgebung stattfand.
Die Demonstrant_innen waren eine bunte Masse aus vielen Schüler_innen und einigen Studierenden, darunter auch Mitglieder politischer Jugendorganisationen, z.B. der Grünen Jugend, der SDAJ und -selbstverständlich- der Linksjugend. Auf Stickern, Transparenten, Flyern, T-Shirts und in Zeitungen wurden die Bildungsstreikforderungen deutlich gemacht. Vor allem waren den Lernenden die Abschaffung der Studiengebühren, des Bachelor-Master Systems und der Kopfnoten, sowie die Rücknahme des unzumutbaren Turbo-Abiturs wichtig. Stattdessen wurden kostenlose Bildung „von der Kita bis ans Lebensende“, die Gemeinschaftsschule, kleine Klassen sowie genügend Studien- und Ausbildungsplätze gefordert, um gute, für jede_n zugängliche Bildung zu ermöglichen.
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Sozialer Kahlschlag in der Kommune – Zeit sich den Neoliberalismus zu sparen!

Mittwoch, den 13. Januar 2010

Die Krise hat Bielefeld voll erwischt. Die Haushaltslage ist „dramatisch.“ Allein im Jahr 2009 hat die Stadt Mindereinnahmen von 144 Millionen €. Dieses Jahr wird die Stadt noch weitere 149,3 Millionen € an Mindereinnahmen vorweisen und auch in den kommen Jahren werden Beträge im dreistelligen Millionenbereich fehlen. Durch die Wirtschaftskrise sind die Einnahmen aus der Gewerbesteuer (die wichtigste Steuerquelle der Kommune) um 60 Millionen € eingebrochen. Sprich, der Kommune “läuft der Arsch auf Grundeis”.

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Die Grünen auf dem rechten Weg?

Donnerstag, den 10. September 2009

schwarz-gruenDie Grünen auf dem rechten Weg?

Nach der Kommunalwahl ist vor der Kommunalwahl. Zumindest für die Grünen, sie setzen scheinbar weiterhin auf die neoliberale Kürzungspolitik, ein Politikwechsel wird hingegen ausgeschlossen. So sagte doch tatsächlich der vermeidlich linke Grüne Klaus Rees der NW: „Mit den Linken zusammenzuarbeiten, ist schwer vorstellbar. Wir haben da schlechte Erfahrungen gemacht. Inhalte und Stil sind von vorgestern. Dazu gehörten auch Lügen im Wahlkampf.”
Was das für Lügen sind, benennt Herr Rees natürlich nicht.
Äußerst positiv jedoch bezieht er sich hingegen zu einer Zusammenarbeit mit der CDU. Es sei zwar keine Option, „aber ausschließen lässt sich das nicht.”
Rees macht also wenige Stunden nach der Wahl klar wohin es mit den Grünen geht. Links wird ausgeschlossen, Rechts die Option offengehalten.
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Kommunalwahl in Bielefeld

Dienstag, den 1. September 2009

Nachdem wir Sonntag aufgeregt gewartet haben, wissen wir mittlerweile ganz sicher: DIE LINKE als die Partei, die wir bei der Kommunalwahl natürlich unterstützt haben, hat ihr Wahlergebnis um 3 Prozentpunkte gesteigert und Sonntag 5,7 % der Stimmen der Bielefelder WählerInnen bekommen. Damit liegt sie sogar vor der FDP und hat sich von allen Parteien am meisten gesteigert.
Besonders freuen wir uns, dass unter den 4 GenossInnen die für DIE LINKE in den Stadtrat einziehen, Onur Ocak ist, der auch in der Linksjugend Bielefeld mitarbeitet. Herzlichen Glückwunsch!

Während DIE LINKE sich über ihren Erfolg freuen konnte, haben SPD und CDU an Zustimmung verloren: Die SPD erhielt 1,1  Prozentpunkte weniger als bei den vorherigen Kommunalwahlen und die CDU verlor sogar 3,6% .

Ein guter Deal…das Kapital jubelt.

Samstag, den 25. Juli 2009

Investitionsruine

Investitionsruine

Amerikahaus- verstaatlicht! Ein guter Deal fürs Kapital…

Da traut man seinen Augen kaum, aber manchmal vor Wahlen passieren eben kuriose Dinge.
Die Oberprivatisierer von CDU/Grüne/SPD/BFB/FDP verstaatlichen doch tatsächlich das Amerikahaus!

Wollen die der Linken etwa Konkurrenz machen? Nein, soweit ist es leider noch nicht gekommen. Schließlich hat die bunte Privatisierungskoalition doch erst vor kurzem, das Tafelsilber der Stadt an die Immobilienhaie verscherbelt, indem sie das GESAMTE VIERTEL der Stadtbibliothek zum Abriss und Verkauf freigegeben haben.

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