Die Zukunft der Sozialpolitik in Deutschland
Donnerstag, den 3. Februar 2011Im Zuge meines Studiums habe ich unter anderem in diesem Semester eine Vorlesung zur Sozialpolitik in Deutschland besucht, einige meiner Eindrücke aus dieser Veranstaltung fand ich besonders interessant.
Im Zuge der Riester-Reformen und Hartz-Gesetzgebungen fand in der Armutsbekämpfung ein Paradigmenwechsel statt.
Heute gilt „Aktivierung vor Sicherung“ und „Eigenverantwortung vor Vorsorge“ bei der Betreuung und Versorgung von Arbeitslosen und RentnerInnen. Die „private Vorsorge“ (=Eigenverantwortung) soll heute vor Altersarmut sichern, jedoch geht die sogenannte Riester-Rente von einem unrealistischen Idealbild aus. Demnach müsste man seit ganzes Leben lang arbeiten, sobald man die Regelschulzeit hinter sich hat – ohne Abitur, ohne Studium, arbeiten bis 67. Und selbst dann müsste man einen Stundenlohn von über 8 Euro haben und eine 40-Stunden-Woche. (weiterlesen…)


Zur Zeiten der Krise des Kapitalismus erlebt man schon so einiges kurioses. Die Neoliberalen verstaatlichen die Banken – oder im Falle Bielefelds das Amerikahaus; sie legen Konjunkturprogramme auf und reden wieder von sozialer Marktwirtschaft. Eines muss man den neoliberalen Heilspredigern schon lassen, sie können unglaublich schnell ihre Religion wechseln, bzw. es so aussehen lassen, als hätten sie ihre Religion gewechselt.