Aufruf CSD 2014

18. Juli 2014 von Patrick

Es kommt selten genug vor, dass wir Aufrufe anderer Organisationen oder Events auf unsere Homepage setzen. Der Christopher-Street-Day hat dies aber bei weitem verdient!

Der CSD-Bielefeld 2014 steht ganz im Zeichen der Geschichte. Die Stadt Bielefeld feiert ihr 800-jähriges Bestehen und der Bielefelder CSD sein 20-jähriges Jubiläum. 1994 organisierte die schwul-lesbische Aktionsgruppe den 1. CSD in Bielefeld unter dem Motto “Lesben und Schwule gegen heterosexuelle Ignoranz”.

Die Wahrnehmung und Akzeptanz von Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*, poly♥, asexuell und_oder queer leben, sind seit den öffentlichen Auseinandersetzungen in den 1970er Jahren einem ständigen Wandel unterworfen. Zunächst stießen Lebensentwürfe, die quer (bzw. „queer“) zu heteronormativen Formen angesiedelt waren, überwiegend auf Skepsis und Ablehnung. Mittlerweile lässt sich zwar einerseits eine Entwicklung hin zu einem toleranteren Miteinander feststellen, aktuelle Studien weisen jedoch darauf hin, dass immer noch rund 30 % der Bevölkerung, Menschen, die lesbisch und schwul leben, ablehnen. So wehren sich konservative Kreise beispielsweise massiv dagegen, die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Bildungsplan für Schulen zu verankern.

Der CSD 2014 in Bielefeld setzt sich mit der Geschichte lesbischer, schwuler und queerer Emanzipation auseinander, kämpft für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt und wehrt sich gegen Homo- und Transphobie und alle Diskriminierungen aufgrund sexueller und geschlechtlichter Orientierung und Identität.

Und hier die Homepage des Originals

The crisis of Europe’s youth: Our answer is left!

26. April 2014 von Patrick

Podiumsdiskussion über die Lage der Jugend in Europa
“The crisis of Europe’s youth: Our answer is left!”

Am 06.05.2014 um 19:00 Uhr im Murnausaal, VHS in Bielefeld, Ravensberger Park.

Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen der griechischen Syriza Jugend, der finnischen Linksjugend (Vasemmistonuoret) und der Linksjugend [‘solid] über die Auswirkungen der europäischen Krise auf die Jugend, linker Widerstand und über die Lösungen.
Vertreter der Linksjugend ist Malte Fiedler. Er kandidiert auf Platz 10 der Liste fürs Europaparlament und ist 1987 in Bielefeld geboren. Derzeit lebt und studiert er in Berlin.

Lebensmittelvernichtung verbieten, statt Jugendliche anzeigen

10. April 2014 von Patrick

Bezüglich der Anzeige gegen Oberstufenkolleg-Schüler wegen „Containern“ (NW Bericht vom 10.4) meint Onur Ocak stellv. Fraktionsvorsitzender der Linken. „Es mag zwar juristisch Diebstahl sein, wenn Müll entwendet wird. Politisch halten wir ein solches Vorgehen gegen Jugendliche für völlig falsch und fordern den Supermarkt auf die Anzeige zurückzunehmen oder den Jugendlichen die Waren zu schenken, um juristische Sanktionen zu vermeiden.“

Skandalös sei nicht das rechtswidrige Entwenden von Müll, sondern die tägliche tonnenweise Vernichtung von Lebensmitteln der Supermarktketten, so Ocak. Jährlich werden EU-weit 89 Mio. Tonnen Lebensmittel weggeworfen, während gleichzeitig 79 Mio. Bürgerinnen und Bürger unter der Armutsgrenze leben.

„Kriminell sind daher diejenigen, die trotz immer weiter steigender Armut in Bielefeld, ihre Lebensmittel wegschmeißen und nicht mal bereit sind, diese zu spenden. Diese Leute haben jegliche moralische Rechtfertigung verloren, um andere Leute anzuzeigen.“

Jetzt müsse die Politik dafür sorgen, dass ihnen auch die juristische Rechtfertigung entzogen wird. In Beligen (Herstal) hat die Stadtverwaltung den Supermärkten verboten, genießbare Lebensmittel wegzuschmeißen. Sie müssen gespendet werden, ansonsten droht eine empfindliche Geldstrafe. „Statt die Jugendlichen anzuzeigen, die auf ihre Weise gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen, sollten wir in Bielefeld uns ein Beispiel an Herstal nehmen, der systematischen Verschwendung von Essen ein Ende setzen und diese verbieten!“

Ulla Jelpke referiert kommenden Montag zum NSU

24. Februar 2014 von Dennis

Die Linksjugend Bielefeld lädt ein:
Staat und Nazis Hand in Hand?
Der Verfassungsschutz und die Neonaziszene
mit Ulla Jelpke, MdB
Das Bekanntwerden einer grausamen Mord- und Bombenserie durch die Naziterrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) erschütterte die Bundesrepublik.

Seither tauchen immer mehr Hinweise einer Kumpanei von Sicherheitsbehörden und neofaschistischen Terroristen auf. Verwunderlich ist dies nicht. So wurde der Verfassungsschutz schon in den 50er Jahren von früheren SS- und NSDAP-Mitgliedern dominiert und seine Spitzel waren später am Aufbau der NPD beteiligt. Über die Verbindung von Verfassungsschutz und Neonazis und die Lehren aus der NSU-Affäre berichtet die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Obfrau im Bundestagsinnenausschuss, Ulla Jelpke. Es wird die Möglichkeit für Fragen und Diskussionen geben.
Die Veranstaltung findet am Montag, den 03. März 2014 in der Extra-Blues-Bar (Siekerstr. 20, 33602 Bielefeld) statt (Beginn 20 Uhr) und ist Teil der Reihe Roter Montag. http://rotermontag.blogsport.de

Anlasslose Vorratsdatenspeicherung

11. Dezember 2013 von Patrick

SPD und Grüne wollen sich in NRW nicht gegen die “anlasslose Vorratsdatenspeicherung” einsetzen!

Immer wieder haben sich die Abgeordneten von Bündnis’90/Die Grünen gegen Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen. Im Landtag von NRW sind sie am 27. November 2013 umgefallen.

Screenshot von der Homepage der Grünen Landtagsfraktion. Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten. Wer war mit dabei? Die Grüne Partei!

Screenshot von der Homepage der Grünen Landtagsfraktion.

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Die Europäische Union als Friedensnobelpreisträger: Ein guter Witz!

29. November 2013 von Patrick

Die EU war 2012 Friedensnobelpreisträger. Bei der betriebenen Asylpolitik erscheint dies jedoch mehr als zynisch.

Die Geschehnisse um Lampedusa schlagen hohe Wellen – in den Medien wie auch wortwörtlich. Immer wieder versuchen verfolgte und arme Menschen in überfüllten Booten über das Meer nach Europa zu kommen, wo sie auf ein besseres Leben hoffen. Für diese „Chance“ geben viele ihr letztes Hemd. Leider endet die Überfahrt oft tödlich – die 200 Toten, von denen die Medien berichten, sind trauriger Alltag. Nicht nur weil häufig Boote kentern. Vor allem Kinder, Frauen und Ältere sind den Strapazen der Fahrt nicht gewachsen. Doch auch den Überlebenden ergeht es schlecht. An der vermeintlich rettenden europäischen Küste zwingt man sie zum Umkehren oder reicht sie wie Problemkinder weiter und weiter.
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Politische Analyse 2013

22. November 2013 von Patrick

Im Zuge unserer Jahreshauptversammlung haben wir nicht nur eine neue Koordinationsgruppe gewählt, sondern vorallem versucht, eine Einschätzung über derzeitige politische Bewegungen und der ‘allgemeinen’ Lage vorzunehmen. Auch wenn es nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat, ist dies unser Ergebnis.

Die letzten Jahre waren gekennzeichnet von der tiefsten ökonomischen Krise seit den 1930er Jahren. Das Projekt ‘Europäische Union’ ist in Augen vieler gescheitert. Gescheitert ist dieses Projekt vor allem an den Sonderinteressen der deutschen Wirtschaft, die in den Mitgliedsstaaten der EU ihre primären Märkte sehen.
Der Kollaps der kapitalistischen Wirtschaft neoliberaler Fassung soll nun auf Kosten einzelner Mitgliedsstaaten und vor allem auf den Rücken der Lohnabhängigen, egal ob Arbeiter_innen, Angestellten, Arbeitslosen oder Rentner_innen, kompensiert werden. Gesellschaftliche Randgruppen und die Jugend werden weiter exkludiert.

Gewinne werden privatisiert, Verluste vergemeinschaftet.

Dennoch ist die neoliberale Ideologie nicht gebrochen. Die neoliberalen Versprechungen – ‘Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.'; ‘Leistung muss sich wieder lohnen.'; ‘Erziehung zur Eigenverantwortung'; „Sozial ist, was Arbeit schafft.“ – sind in der breiten Masse weiterhin glaubwürdig. Die verinnerlichte Ideologie ökonomistischen Denkens zeigt erst jetzt ihre böse Fratze.
Ein großer Teil der Bevölkerung stimmt der Aussage zu, dass gesellschaftlich schwachen Gruppen weniger soziale Teilhabe oder Unterstützung in Zeiten der Krise zukommen soll. Ebenso wird die Staatskrise der Griechinnen und Griechen ihrer individuellen Verantwortung zugesprochen. Die Krise ist jedoch nicht von den Individuen verschuldet, sondern ist Folge des kapitalistischen Wirtschaftssystems und der systematischen Fokussierung auf kurzfristige risikobehaftete Rendite.

Den gesamten Text findet ihr hier

Streik gegen schlechte Tarifverträge

5. Oktober 2013 von Dennis

2013-10-05 12.32.23

Im Einzelhandel haben es die Beschäftigten nicht leicht. Die Sondierungsgespräche zwischen Ver.di und den Einzehandelsarbeitgebern führten zu keinem Ergebnis. Daher lautet die Antwort “Streik”.

So haben heute vor IKEA Bielefeld viele Beschäftigte die Arbeit niedergelegt und auf ihre prekäre Situation aufmerksam gemacht.

Die Tarifverträge in der Branche sollen deutlich verschlechtert werden!

Die Arbeitszeiten sollen weiter flexibilisiert werden. Eine neue Niedriglohngruppe für Neueingestellte soll etabliert werden und ohne abgeschlossene Berufsausbildung soll es keine Möglichkeit mehr geben in die 1. Gehaltsgruppe aufzusteigen.

Die Linksjugend Bielefeld steht an der Seite derer, die immer weitere Gewinnmaximierungen von Unternehmen nicht vor faire Bedingu2013-10-05 12.34.30ngen für Beschäftigte stellen wollen.

Wir stützen die Forderungen nach gerechter Bezahlung, also einer Erhöhung der Löhne und Gehälter um mindestens 6,5% , sowie einer Erhöhung der Azubi-Vergütungen um 140€.

Als Jugendverband halten wir außerdem gute Bedingungen für Aus- und Weiterbildung und unbefristete Übernahmen für unabdingbar.

Milliarden-Aufstockungen durch Harz IV müssen der Vergangenheit angehören – Gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen müssen zwingend 2013-10-05 12.36.07eingeführt werden!

 

 

 

 

 

 

Wir wollen nicht weniger, als die Welt verändern!

10. September 2013 von Dennis

“Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten”.

Eine unglaubliche Sprengkraft steckt in diesem Satz. Wir möchten etwas verändern!

Es ist noch lange nicht zu einem verstaubten Mantra verkommen, Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit zu stellen, die Forderung einer waffenfreien und friedlichen Welt, eine Welt, in der Diskirminierung jeglicher Art der Vergangenheit angehört und Ökologie sich nicht hinter der Profitgier anstellen muss.

Wir fordern genau soetwas. Und klar! Wahlen stürzen die Mauern der Ungerechtigkeit nicht ein.

Am Abend des 22. Septembers finden wir nicht eine befreite Gesellschaft vor. Aber wir können ein Zeichen setzen! Jede und jeder von uns kann sich einsetzen.
In Gewerkschaften oder autonomen Gruppen. In Parteien oder NGO’s.
Die Gesellschaft kann verändert werden – Wahlen können ein Zeichen setzen!

Was du auch wählst, am 22.09, lehne dich nicht zurück und hoffe, dass die nächsten vier Jahre besser werden. Werde aktiv!

IF NOTHING GOES RIGHT- GO LEFT!

If nothing goes right- Go Left!

Pro Deutschland auf Wahlkampftour

1. September 2013 von Dennis

Die rechtspopulistische Partei “Pro Deutschland” machte auch Station in Bielefeld im Zuge ihrer Wahlkampftour.

Die sieben Nazis suchten sich gleich zwei Orte in Bielefeld aus, um ihre rechten Thesen unter lautem Protest der GegendemonstrantInnen kundzutun.

Zum Einen in Bielefeld-Brackwede vor der Hicret Moschee zum Anderen vor dem linken Jugendzentrum, dem AJZ.

Das Bielefelder “Bündnis gegen rechts” organisierte zwei LKW’s, die den Nazis die Sicht auf die Moschee vedecken sollten und mit Sprüchen verziert waren.

Gegen 12.00Uhr tauchten die Nazis in Brackwede auf, nachdem sie zuvor vorzeitig aus Paderborn abreisen mussten.

Eine Aktivistin der Rechten trug eine Burka, womit die angebliche Überfremdung und Islamisierung Deutschlands zum Ausdruck gebracht werden sollte. Und genau das ist das Programm dieser Partei: Ängste schüren und Hass verbreiten!

Sowohl die Menschen der Moschee, als auch das AJZ luden zum gemeinsamen Kaffe- oder Teetrinken ein, während bis zu 800 Menschen die Redebeiträge der Nazis unhörbar machten.

Somit haben wir am vergangenen Montag erneut klargemacht, dass Nazis keinen Platz bei uns haben.

Lediglich in Teilen zu kritisieren ist das Vorgehen der Polizei, die trotz Absprache TeilnehmerInnen der Demonstration unbegründet gefilmt hat, sowie unberechtigte Platzverweise aussprach. Diese dienen der Abschreckung und sind nicht mit rationalem Handeln zu rechtfertigen.