Programmatische Eckpfeiler

Aktionsprogramm: (noch in arbeit)

1.Für freie, kostenlose Bildung für Alle
Wir fordern die Ersetzung unseres veralteten, durch Selektion diskriminierenden (dreigliedrigen) Schulsystems durch eine Schule, die für alle kostenlos, freizugänglich, einheitlich und ganztägig ist. Zu einem ganztägigen Schulangebot gehört auch ein vielseitiges Freizeit und Betreuungsangebot. Zudem wollen wir die Kopfnoten abschaffen, die Notenvergabe schrittweise durch schriftliche Bewertungen ersetzen und den SchülerInnen mehr Raum für eine freiere Gestaltung des Lehrplans bieten. Somit soll sichergestellt werden, dass  der  Einfluss von Wirtschaftskonzernen und deren Stiftungen auf die Lehrpläne verhindert wird.

Darüber hinaus fordern wir eine grundlegende Reform des Hochschulsystems, insbesondere die Abschaffung der Studiengebühren und die Zulassungsbeschränkungen durch NCs.

Wir wollen, dass Kinder Jugendliche und Studenten sich mit Hilfe der Gesellschaft zu solidarischen, demokratischen und autonomen Wesen entwickeln.

2.Für Emanzipation

Als emanzipatorischer Verband setzen wir uns für die soziale und auch politische Gleichstellung aller Geschlechter ein. Diese grundsätzliche Gleichstellung muss rechtlich in unserer Verfassung verankert werden und auch eine adäquate praktische Umsetzung finden. Wir wollen die in unserer Gesellschaft vorhandenen Unterdrückungsmechanismen aufdecken, diese für die breite Öffentlichkeit sichtbar machen und bekämpfen.

Wir wollen uns in einem längerfristigen und grundsätzlichen Kampf zusammen mit BündnispartnerInnen, gegen alle patriarchalen Machtstrukturen organisieren, unter denen nicht nur Frauen zu leiden haben.
3. Für Antifaschismus

Wir stehen für eine antifaschistische Politik und die Politik der Menschenrechte, die sich gegen jede Form der rassistischen und nationalistischen Diskriminierung, durch Staat und Menschen, richtet.

Geschlecht, Hautfarbe, Behinderung, Herkunft, Nationalität, Sexualität, sowie religiöse oder politische Anschauungen dürfen nicht  zu Vorurteilen gegen die individuellen Menschen oder eine Gruppe führen.

Wir stellen uns diesem Schubladendenken entschlossen in Diskussionen und auf der Straße in den Weg.

4. Für Sozialismus

Wir stehen für eine linke Politik, die zum Ziel hat, die Vorherrschaft des Kapitals zu überwinden und die Gesellschaft so zu gestalten, dass den Menschen ein Leben nach ihren Bedürfnissen, sowie in Würde, materieller Sicherheit und Freiheit ermöglicht. Im Sozialismus sehen wir die geeignete Perspektive, diese Zielvorstellungen zu verwirklichen.

5. Für viele neue Bündnispartner

Wir wollen gemeinsam den Kampf gegen Unterdrückung in diesem System aus diesem System heraus begehen, daher erfordert es BündnisparterInnen. Wichtig dabei ist, dass wir gemeinsam aktiv gegen die neoliberale Bewusstseinshegemonie vorgehen, diese verdrängen und als mögliche alternative das Klassenbewusstsein anbieten.
Das können wir jedoch nicht alleine schaffen, daher sind breite soziale Bündnisse, insbesondere mit Gewerkschaften, erforderlich. Neben der Partei, DIE LINKE, die uns finanziell und organisatorisch unterstützt, suchen wir nach Kontakt zu anderen (Jugend-) Verbänden, die diesen Kampf mit uns aufnehmen wollen.
6. Für faire Arbeitsverhältnisse

Wir wenden uns klar und entschieden gegen die Ersetzung von regulärer, sozialpflichtiger Arbeit durch Leiharbeit, 1€ Jobs und Kombilohnmodellen, die das Ziel haben die Profitrate des Arbeitgebers auf Kosten der Beschäftigten zu erhöhen und durch einen Niedriglohnsektor den Lohndruck auf die gesamte Klasse der Lohnabhängigen ausweiten.

Arbeit darf nicht arm machen! Arbeit muss die materialen wie auch kulturellen Bedürfnisse des Menschen decken. Die Einführung des Mindestlohns, als Mittel zur Stärkung der Kampfkraft der Lohnabhängigen, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Mit dem Ziel  irgendwann das Verhältnis zwischen Arbeit und Kapital zu überwinden und die Selbstorganisation der Lohnabhängigen zu verwirklichen.

7. Für ökologisches Bewusstsein

Wir wollen, dass sich die Erde auch nach uns noch so weiterdreht, dass die folgenden Generationen hier ohne Probleme leben können. Es ist klar, dass es für das ökologische Problem keine systemimmanente Lösung im Kapitalismus geben kann. Durch den Konkurrenzdruck auf dem Weltmarkt, besteht stetig ein Zwang zur Erhöhung der Profitrate. Ökologisches nachhaltiges und umweltschonendes Produzieren wird unter diesen Gesichtspunkten nur als Kostenfaktor und Wettbewerbsnachteil gesehen.
Die kurzfristigen Profitinteressen werden über das Interesse, unsere Welt zu erhalten, gestellt.
Um die Ausbeutung und Zerstörung der Natur, der Tiere und Menschen zu Stoppen und die Regeneration vorantreiben zu können, muss der Weltmarkt einer globalen Steuerung, als ersten Schritt zur Überwindung des kapitalistischen Konkurrenz- und Profitprinzips, unterzogen werden.
Gerade uns jüngere Menschen geht dieser Punkt etwas an und wir müssen dort radikale Wenden einfordern, da die unabwendbare Zerstörung der Natur in unsere Lebenszeit und Verantwortung fällt.
8. Für Frieden

Jeder Staat im kapitalistischen System, handelt itendenziell im Auftrag der Profitinteressen des Kapitals. Für diesen Zweck wurden und werden immer wieder imperialistische Kriege geführt, um die Macht zu erweitern und Rohstoffe zu sichern.
Ebenso wie das undemokratische Militär kein Quell einer Selbstbestimmung sein kann, ist die Option des militärischen Eingreifens das Ende jeder Diplomatie und die Einführung des Gesetzes des/der Stärkeren, egal mit welchen Lügen uns der nächste Krieg versucht wird als human verkauft zu werden.
Daher lehnen wir alle Auslandseinsätze der Bundeswehr ab und fordern den Abzug aller deutschen Truppen aus dem Ausland und die Überführung der Infrastruktur der Bundeswehr in zivile Katastrophenhilfe. Als ersten Schritt zu langfristigen Abschaffung der Bundeswehr, fordern wir die Demokratisierung, drastische Verkleinerung, sowie die Abschaffung der Wehrpflicht für die Bundeswehr. Darüber hinaus fordern wir den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und den Austritt aus allen Militärbündnissen.

9.Für ein soziales, friedliches und demokratisches Europa

Wir fordern einen Neubeginn der Verfassungsdebatte, sowie die Neuratifizierung bei möglichst hoher Partizipation der Bevölkerung, mit dem Ziel ein soziales, friedliches und demokratisches Europa zu schaffen, indem keine neoliberale Ausrichtung festgeschrieben ist, die zu Lasten der Arbeitnehmer und der Umwelt geht.
Wir wollen, dass die Verankerung sozialer Rechte und Mindeststandarts Verfassungsrang erhält und wollen der Militarisierung wie auch dem aktuellen neoliberalen Kurs der EU entschieden entgegentreten.

10. Für eine Welt…

Wir organisieren uns in internationalen Verbindungen mit der Tendenz der Überwindung der Nationen zu einer Weltgesellschaft.
Nationen als Identitätsstiftung und Diskriminierung aller Menschen außerhalb der Nation sind seit jeher Ursache für menschenverachtende Politik.

Wir sind Menschen und WeltbürgerInnen, daher treten wir für den weltweiten Sozialismus und die globale Demokratie ein!